Auf dieser Seite haben wir für Sie häufig gestellte Fragen und deren Antworten kompakt zusammengestellt. Bei weiteren Fragen stehen wir Ihnen über unser Kontaktformular mit Rat und Tat zur Seite.
Allgemein
Bekomme ich einen Stromschlag, wenn ich den Stecker des Balkonkraftwerks anfasse?
Nein. Der Wechselrichter erzeugt nur dann Strom, wenn er sich auf die Netzfrequenz des Hausnetzes synchronisiert hat. Wird der Stecker gezogen, erkennt der Wechselrichter dies innerhalb weniger Millisekunden und unterbricht den Stromfluss sofort. An den Kontakten des Steckers liegt dann keine gefährliche Spannung an.
Funktioniert ein Balkonkraftwerk auch bei bewölktem Himmel?
Ja. Solarmodule erzeugen auch bei diffusem Licht und bewölktem Himmel Strom – allerdings weniger als bei direkter Sonneneinstrahlung.
Bei leichter Bewölkung können Module noch etwa 25 bis 50 Prozent ihrer Nennleistung erreichen, bei starker Bewölkung etwa 10 bis 25 Prozent. Moderne Module sind zunehmend für Schwachlichtbedingungen optimiert.
Ein Balkonkraftwerk lohnt sich daher auch in Norddeutschland und an Standorten, die nicht ganzjährig volle Sonne haben.
Kann ich eine EEG-Einspeisevergütung beziehen?
Grundsätzlich ja: Wenn Ihr Balkonkraftwerk Strom ins öffentliche Netz einspeist, können Sie eine EEG-Einspeisevergütung beantragen.
Allerdings lohnt sich das für Balkonkraftwerke in der Regel nicht, da Sie einen separaten Einspeisezähler installieren lassen müssten und die gleichen Pflichten wie Betreiber großer PV-Anlagen erfüllen müssten. Der bürokratische Aufwand und die Kosten stehen bei der geringen eingespeisten Menge meist in keinem Verhältnis zur Vergütung. Wirtschaftlich sinnvoller ist es, den erzeugten Strom so weit wie möglich selbst zu verbrauchen.
Lohnt sich ein Speicher für mein Balkonkraftwerk?
Ein Speicher kann sich lohnen, wenn Sie tagsüber mehr Strom produzieren als sie verbrauchen (z. B. weil Sie berufstätig sind). Ohne Speicher wird überschüssiger Strom kostenlos ins Netz eingespeist.
Ein Speicher erhöht den Eigenverbrauchsanteil von typischerweise 30 bis 40 Prozent auf bis zu 70 bis 80 Prozent.
Beachten Sie jedoch: Speicher kosten zusätzlich zwischen 200 und 1.000 Euro und verlängern die Amortisationszeit. Ob sich die Investition rechnet, hängt von Ihrem individuellen Verbrauchsprofil und dem Strompreis ab.
Mit welcher finanziellen Entlastung kann ich rechnen?
Ein konkretes Rechenbeispiel: Ein 800-Watt-Balkonkraftwerk erzeugt ca. 700 kWh pro Jahr. Bei einem durchschnittlichen Strompreis von 37 Cent/kWh sparen Sie rund 260 Euro jährlich. Hinzu kommen folgende Vorteile:
- 0 % Mehrwertsteuer auf den Kauf (seit 1. Januar 2023).
- Kommunale Förderungen in vielen Städten und Gemeinden, die Zuschüsse von 50 bis 200 Euro oder mehr bieten.
- Keine Einkommensteuer auf den selbst verbrauchten Strom.
Informieren Sie sich bei Ihrer Stadt oder Gemeinde über lokale Förderprogramme.
Produziert ein Balkonkraftwerk auch bei Stromausfall Strom?
Nein. Der Wechselrichter eines Balkonkraftwerks benötigt die Netzfrequenz des Hausnetzes, um Strom einzuspeisen.
Bei einem Stromausfall erkennt der Wechselrichter innerhalb von Millisekunden, dass keine Netzfrequenz vorhanden ist, und stellt die Einspeisung sofort ein. Dies ist eine gesetzlich vorgeschriebene Sicherheitsfunktion (Netz- und Anlagenschutz). Wenn Sie auch bei Stromausfall Strom nutzen möchten, kann ein Balkonkraftwerk mit Speicher und Notstromfunktion eine Lösung sein.
Produziert ein Balkonkraftwerk auch im Winter Strom?
Ja. Auch im Winter produzieren Balkonkraftwerke Strom – allerdings weniger als im Sommer, da die Tage kürzer sind und die Sonne tiefer steht.
Etwa 25 bis 30 Prozent des Jahresertrags entfallen auf die Monate Oktober bis März. An klaren Wintertagen können Solarmodule sogar überdurchschnittliche Wirkungsgrade erzielen, da sie bei Kälte effizienter arbeiten.
ie Stromerzeugung im Winter reicht in der Regel aus, um einen Teil Ihrer Grundlast (z. B. Kühlschrank, Router, Standby-Geräte) zu decken.
Wann amortisiert sich ein Balkonkraftwerk?
Ein 800-Watt-Balkonkraftwerk erzeugt je nach Standort und Ausrichtung zwischen 600 und 800 kWh Strom pro Jahr. Bei einem durchschnittlichen Strompreis von rund 37 Cent/kWh (Stand 2026) ergibt das eine jährliche Ersparnis von ca. 220 bis 300 Euro.
Da Komplettsets aktuell ab 300 bis 500 Euro erhältlich sind, amortisiert sich ein Balkonkraftwerk in vielen Fällen bereits nach zwei bis drei Jahren. Nutzen Sie zusätzlich eine kommunale Förderung, kann sich die Investition noch schneller rechnen.
Was kostet ein Balkonkraftwerk?
Ein komplettes Balkonkraftwerk mit 800 Watt Wechselrichterleistung, zwei Solarmodulen, Verkabelung und Halterung kostet je nach Ausstattung zwischen 300 und 700 Euro. Seit dem 1. Januar 2023 entfällt auf Photovoltaikanlagen die Mehrwertsteuer (0 % MwSt.), sodass Sie den Nettopreis zahlen. Schauen Sie sich gerne unsere aktuellen Angebote im Shop an.
Was passiert, wenn ich mehr Strom produziere als ich verbrauche?
Der überschüssige Strom wird automatisch ins öffentliche Stromnetz eingespeist. An Ihrer Hausverkabelung kann dabei kein Schaden entstehen, da die Leistung eines Balkonkraftwerks dafür viel zu gering ist. Allerdings erhalten Sie für den eingespeisten Strom keine Vergütung, sofern Sie keine separate EEG-Einspeisevergütung beantragt haben.
Um den Eigenverbrauch zu maximieren, kann sich ein Balkonkraftwerk-Speicher lohnen: Dieser speichert tagsüber überschüssigen Strom und gibt ihn abends oder nachts wieder ab.
Wie funktioniert ein Balkonkraftwerk?
Ein Balkonkraftwerk – auch Steckersolargerät oder Mini-PV-Anlage genannt – besteht aus ein bis zwei Solarmodulen und einem Wechselrichter. Die Solarmodule wandeln Sonnenlicht in Gleichstrom um. Der Wechselrichter konvertiert diesen Gleichstrom in Wechselstrom, der direkt in Ihr Hausnetz eingespeist wird. Die Module können auf dem Balkon, an einer Hauswand, auf dem Dach oder freistehend im Garten montiert werden – überall dort, wo ausreichend Sonneneinstrahlung vorhanden ist.
Der erzeugte Strom wird vorrangig im eigenen Haushalt verbraucht und reduziert so Ihren Strombezug vom Energieversorger. Überschüssiger Strom fließt automatisch ins öffentliche Netz.
Wie hoch ist die Lebensdauer eines Balkonkraftwerks?
Die Solarmodule eines Balkonkraftwerks haben eine durchschnittliche Lebensdauer von 25 bis 30 Jahren. Die meisten Hersteller geben eine Leistungsgarantie von 25 Jahren, die zusichert, dass die Module nach dieser Zeit noch mindestens 80 Prozent ihrer Nennleistung erreichen.
Der Wechselrichter hat typischerweise eine Lebensdauer von 10 bis 15 Jahren und muss im Laufe der Betriebszeit ggf. einmal ersetzt werden. Insgesamt ist ein Balkonkraftwerk damit eine langlebige Investition.
Wie kann ich den erzeugten Strom messen?
Die von uns angebotenen Wechselrichter sind mit einem WLAN-Modul ausgestattet. Über die zugehörige App können Sie die Stromproduktion in Echtzeit überwachen – auch von unterwegs. Je nach Wechselrichter stehen verschiedene Apps zur Verfügung:
APsystems Wechselrichter:
- iOS: APsystems EMA App
- Android: APsystems EMA App
Deye Wechselrichter:
- iOS: SOLARMAN Smart oder Deye Cloud
- Android: SOLARMAN Smart oder Deye Cloud
Alternativ können Sie eine smarte Steckdose mit Verbrauchsmessung nutzen, um den eingespeisten Strom zu messen. Dazu beraten wir Sie gern.
Wie viel Strom erzeugt ein Balkonkraftwerk pro Jahr?
Moderne Solarmodule haben eine Leistung von 400 bis 500 Watt Peak (Wp). Ein Balkonkraftwerk mit zwei Modulen und einer Gesamtmodulleistung von 800 bis 1.000 Wp erzeugt in Deutschland je nach Ausrichtung und Standort zwischen 600 und 900 Kilowattstunden (kWh) Strom pro Jahr. Das entspricht etwa 15 bis 25 Prozent des jährlichen Stromverbrauchs eines durchschnittlichen Haushalts.
Wie viel Stromkosten kann ich mit einem Balkonkraftwerk sparen?
Mit einem Balkonkraftwerk können Sie einen erheblichen Teil Ihrer Grundlast selbst decken und so Ihren Strombezug vom Energieversorger reduzieren. Je nach Standort, Ausrichtung und Ihrem Verbrauchsverhalten sind Einsparungen von 200 bis 300 Euro pro Jahr realistisch. Bei steigenden Strompreisen wächst Ihre Ersparnis mit jedem Jahr.
Woher weiß der Kühlschrank, dass er den Strom vom Balkonkraftwerk nutzen soll?
Strom sucht physikalisch den kürzesten Weg. Wenn Ihr Balkonkraftwerk auf derselben Phase wie Ihr Kühlschrank angeschlossen ist, wird der selbst erzeugte Strom automatisch zuerst verbraucht.
Sind Balkonkraftwerk und Verbraucher auf unterschiedlichen Phasen angeschlossen, greift der sogenannte saldierende Zähler: Er verrechnet die Einspeisung auf einer Phase mit dem Verbrauch auf einer anderen Phase. Solange Ihr Balkonkraftwerk genauso viel produziert wie Ihr Kühlschrank verbraucht, bleibt der Zählerstand unverändert – unabhängig von der Phase.
Anschluss und Montage
Benötige ich einen Elektriker für den Anschluss?
Nein. Gemäß der aktuellen VDE-Norm DIN VDE V 0126-95 dürfen Sie Ihr Balkonkraftwerk als Privatperson selbst installieren und anschließen – ein Elektriker ist nicht erforderlich.
Die Anlage wird einfach zusammengesteckt und an eine Steckdose angeschlossen. Für die Montage an Wand, Geländer oder Dach kann handwerkliches Geschick hilfreich sein, Spezialwerkzeug ist aber in der Regel nicht nötig.
Bei Bedarf montieren wir Ihr Balkonkraftwerk fachgerecht.
Brauche ich besonderes Werkzeug für die Inbetriebnahme?
Nein. Unsere Balkonkraftwerke werden einfach zusammengesteckt – die Steckverbindungen an den Modulen und am Wechselrichter sind werkzeuglos.
Für die Montage der Halterung an Wand, Geländer oder Boden kann Standard-Werkzeug wie ein Akkuschrauber erforderlich sein.
Bei Bedarf montieren wir Ihr Balkonkraftwerk fachgerecht.
Darf ich ein Balkonkraftwerk an eine Schuko-Steckdose anschließen?
Ja. Seit dem 1. Dezember 2025 ist der Anschluss eines Balkonkraftwerks über eine herkömmliche Schuko-Steckdose gemäß der neuen VDE-Produktnorm DIN VDE V 0126-95 offiziell normkonform. Voraussetzung ist, dass die Modulleistung maximal 960 Watt Peak beträgt und der Wechselrichter auf höchstens 800 Watt begrenzt ist. Damit ist die langjährige Debatte um Schuko- vs. Wieland-Stecker bei Balkonkraftwerken weitgehend geklärt. Für Anlagen mit einer Modulleistung über 960 Wp (bis 2.000 Wp) ist weiterhin ein Wieland-Stecker oder eine andere geeignete Energiesteckvorrichtung erforderlich.
Darf ich mehrere Balkonkraftwerke betreiben?
Pro Wohneinheit bzw. Stromzähler ist ein Balkonkraftwerk mit einer maximalen Wechselrichterleistung von 800 Watt und einer Modulleistung von bis zu 2.000 Watt Peak zulässig.
Es ist nicht gestattet, mehrere Steckersolargeräte zu kombinieren, um die Leistungsgrenze zu umgehen. Wenn Sie mehr als 800 Watt Einspeiseleistung benötigen, gelten die Regeln für reguläre PV-Anlagen, die durch eine Elektrofachkraft installiert und beim Netzbetreiber angemeldet werden müssen.
Kann ich die Anlage während des Betriebs vom Netz trennen?
Ja, das ist absolut ungefährlich.
Sobald der Stecker gezogen wird, erkennt der Wechselrichter innerhalb von Millisekunden, dass keine Netzfrequenz mehr anliegt, und stellt die Stromproduktion sofort ein. Etwaige Restströme entladen sich in Sekundenbruchteilen.
Kann ich mein Balkonkraftwerk bei einem Umzug mitnehmen?
Ja. Ein Balkonkraftwerk ist als steckerfertiges Gerät konzipiert und kann bei einem Umzug problemlos abgebaut und an einem neuen Standort wieder installiert werden.
Denken Sie daran, die Anlage im Marktstammdatenregister auf den neuen Standort umzumelden.
Als Mieter sind Sie in der Regel ohnehin zum Rückbau bei Auszug verpflichtet.
Muss ein Balkonkraftwerk geerdet werden?
Grundsätzlich müssen elektrische Anlagen geerdet werden.
Bei steckerfertigen Balkonkraftwerken erfolgt die Erdung in der Regel automatisch über den Schutzleiter (PE) der Steckdose, an der das Gerät angeschlossen wird.
Achten Sie darauf, dass Ihre Steckdose ordnungsgemäß mit einem Schutzleiter ausgestattet ist. Bei metallischen Montagesystemen auf dem Dach kann eine zusätzliche Erdung erforderlich sein.
Bei Bedarf montieren wir Ihr Balkonkraftwerk fachgerecht.
Muss ein Balkonkraftwerk gewartet werden?
Der Wartungsaufwand eines Balkonkraftwerks ist sehr gering. Wir empfehlen, regelmäßig Folgendes zu prüfen:
- Solarmodule: Glas, Rahmen und Stecker auf sichtbare Schäden kontrollieren.
- Verkabelung: Kabel auf Beschädigungen, Quetschungen oder Kabelbruch prüfen – defekte Isolierungen können Brandgefahr verursachen.
- Befestigung: Schrauben und Klemmen an der Halterung auf festen Sitz prüfen, insbesondere nach Stürmen.
- Reinigung: Stark verschmutzte Module mit Wasser und einem weichen Tuch reinigen. In der Regel reicht Regen als natürliche Reinigung aus.
Muss ich das Balkonkraftwerk auf einer bestimmten Phase anschließen?
Nein. Die Phase, an der Sie Ihr Balkonkraftwerk anschließen, spielt keine Rolle. Der vom Netzbetreiber eingebaute Zähler ist in der Regel phasensaldierend – er verrechnet die Einspeisung auf einer Phase mit dem Verbrauch auf den anderen Phasen. Wenn Sie also auf Phase 1 einspeisen und auf Phase 2 verbrauchen, wird das korrekt gegengerechnet.
Was passiert bei Gewitter oder Sturm mit meinem Balkonkraftwerk?
Solarmodule sind für den Außeneinsatz konzipiert und halten normalen Witterungsbedingungen wie Regen, Schnee, Hagel und Wind stand.
Achten Sie bei der Montage unbedingt auf eine fachgerechte und stabile Befestigung – insbesondere bei Aufstellsystemen auf dem Balkon, die dem Wind eine Angriffsfläche bieten.
Bei extremen Sturmereignissen können Sie die Module sicherheitshalber flach legen oder ins Innere bringen, falls sie leicht demontierbar sind.
Solarmodule sind in der Regel für Hagelkörner bis 25 mm Durchmesser geprüft.
Bei Bedarf montieren wir Ihr Balkonkraftwerk fachgerecht.
Welche Ausrichtung ist optimal für ein Balkonkraftwerk?
Die höchsten Jahreserträge erzielen Sie mit einer Südausrichtung und einem Neigungswinkel von 30 bis 35 Grad. Eine Ost- oder Westausrichtung liefert zwar insgesamt etwas weniger Ertrag, bietet aber den Vorteil, dass morgens bzw. abends mehr Strom produziert wird – also genau dann, wenn der Verbrauch in vielen Haushalten am höchsten ist.
Auch eine Ost-West-Aufstellung mit zwei Modulen kann sinnvoll sein, um die Stromerzeugung gleichmäßiger über den Tag zu verteilen. Vermeiden Sie lediglich eine reine Nordausrichtung.
Wie melde ich mein Balkonkraftwerk im Marktstammdatenregister an?
Die Registrierung ist einfach und dauert etwa 15 Minuten:
- Erstellen Sie ein Konto auf marktstammdatenregister.de.
- Wählen Sie „Solareinheit“ bzw. „Steckersolargerät“ als Anlagetyp.
- Geben Sie die erforderlichen Daten ein: Standort, Inbetriebnahmedatum, Modulleistung (in Watt Peak), Wechselrichterleistung (in Watt) und Zählernummer.
- Bestätigen Sie die Registrierung.
Die Registrierung sollte innerhalb eines Monats nach Inbetriebnahme erfolgen. Eine separate Anmeldung beim Netzbetreiber ist seit dem Solarpaket I nicht mehr erforderlich.
Wie schwer ist ein Solarmodul und hält mein Balkon das aus?
Ein handelsübliches Solarmodul wiegt zwischen 18 und 25 kg. Zusammen mit der Halterung kommen Sie bei einer Zwei-Modul-Anlage auf ca. 45 bis 60 kg Gesamtgewicht.
Die meisten Balkone sind für deutlich höhere Lasten ausgelegt. Wenn Sie unsicher sind, ob Ihr Balkon die Last trägt, wenden Sie sich an Ihre Hausverwaltung oder einen Statiker.
Wie wird ein Balkonkraftwerk angeschlossen?
Ein Balkonkraftwerk wird direkt über einen Stecker mit Ihrem Hausnetz verbunden. Seit Dezember 2025 ist der Anschluss über eine herkömmliche Schuko-Steckdose offiziell normkonform (DIN VDE V 0126-95), sofern die Modulleistung 960 Watt Peak nicht übersteigt.
Alternativ können Sie einen Wieland-Stecker verwenden, der für Modulleistungen bis 2.000 Watt Peak zugelassen ist. Sobald die Anlage eingesteckt ist, wird der erzeugte Strom direkt in Ihr Hausnetz eingespeist.
Wo kann ich ein Balkonkraftwerk installieren?
Ein Balkonkraftwerk kann an vielen Orten montiert werden: am Balkongeländer, an der Hauswand (Fassade), auf einem Flachdach, Schrägdach oder freistehend im Garten. Entscheidend ist, dass die Module möglichst viel direkte Sonneneinstrahlung erhalten und nicht dauerhaft verschattet sind.
Seit Oktober 2024 haben Mieter und Wohnungseigentümer einen gesetzlichen Anspruch auf die Installation eines Balkonkraftwerks (privilegierte Maßnahme gemäß § 554 BGB und § 20 WEG). Der Vermieter bzw. die Eigentümergemeinschaft darf die Installation nur noch in begründeten Ausnahmefällen ablehnen, kann aber Vorgaben zur Art der Montage machen.
Rechtliches
Brauche ich eine Versicherung für mein Balkonkraftwerk?
Ein Balkonkraftwerk ist in der Regel über Ihre bestehende Hausratversicherung (bei Mietern) oder Wohngebäudeversicherung (bei Eigentümern) mitversichert. Wir empfehlen Ihnen, dies bei Ihrer Versicherung zu bestätigen. Zusätzlich sollten Sie prüfen, ob Ihre private Haftpflichtversicherung eventuelle Schäden abdeckt, die durch die Anlage an Dritten entstehen könnten.
Informieren Sie Ihre Versicherung am besten vor der Installation über das Balkonkraftwerk.
Brauche ich einen digitalen Stromzähler für mein Balkonkraftwerk?
Langfristig ja – der Zweirichtungszähler ist das Ziel. Er misst sowohl den Strombezug als auch die Einspeisung.
Seit dem Solarpaket I ist es aber erlaubt, Ihr Balkonkraftwerk übergangsweise auch mit einem alten Ferraris-Zähler zu betreiben.
Ihr Messstellenbetreiber wird den Zähler im regulären Rollout kostenlos austauschen.
Wichtig: Bestehen Sie beim Zählertausch auf einen saldierenden Zähler, der die Einspeisung und den Verbrauch über alle drei Phasen korrekt verrechnet.
Ist auf Balkonkraftwerke Mehrwertsteuer fällig?
Nein. Seit dem 1. Januar 2023 gilt auf den Kauf von Photovoltaikanlagen – einschließlich Balkonkraftwerke, Wechselrichter und Zubehör – ein Mehrwertsteuersatz von 0 Prozent. Sie zahlen also den Nettopreis. Diese Regelung gilt sowohl beim Kauf im Fachhandel als auch online.
Ist das Betreiben von Balkonkraftwerken in Deutschland legal?
Ja. Balkonkraftwerke – offiziell als „Steckersolargeräte“ bezeichnet – sind in Deutschland vollkommen legal und durch das Solarpaket I (in Kraft seit 16. Mai 2024) ausdrücklich erleichtert worden.
Für eine steckerfertige PV-Anlage mit maximal 800 Watt Wechselrichterleistung und bis zu 2.000 Watt Peak Modulleistung gelten vereinfachte Regeln: Sie müssen die Anlage lediglich im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur registrieren. Einen Elektriker benötigen Sie nicht, und die Anmeldung beim Netzbetreiber entfällt.
Kann ich ein Balkonkraftwerk in einer Mietwohnung installieren?
Ja. Seit Oktober 2024 haben Mieter in Deutschland einen gesetzlichen Anspruch auf die Installation eines Balkonkraftwerks. Steckersolargeräte wurden als privilegierte bauliche Veränderung in § 554 BGB (Mietrecht) und § 20 WEG (Wohnungseigentumsrecht) aufgenommen. Das bedeutet:
- Ihr Vermieter darf die Installation nur noch in begründeten Ausnahmefällen ablehnen (z. B. bei Denkmalschutz oder konkreten Sicherheitsbedenken).
- Sie müssen den Vermieter vorab über Ihre Installationspläne informieren.
- Der Vermieter darf Vorgaben zur Art der Montage machen (z. B. Farbe, Befestigung, Kabelführung).
- Sie sind zur Rückbauverpflichtung bei Auszug verpflichtet.
Das Aufstellen einer steckerfertigen PV-Anlage auf dem Balkon (z. B. mit Aufstellhalterung, ohne Bohrungen) ist oft auch ohne gesonderte Erlaubnis möglich.
Bei Bedarf montieren wir Ihr Balkonkraftwerk fachgerecht.
Muss ich ein Balkonkraftwerk anmelden?
Die Inbetriebnahme eines Balkonkraftwerks ist genehmigungsfrei. Sie müssen Ihre Anlage aber innerhalb eines Monats nach Inbetriebnahme im Marktstammdatenregister (MaStR) der Bundesnetzagentur registrieren. Die Registrierung ist kostenlos und in wenigen Minuten erledigt – Sie benötigen nur fünf Angaben (u. a. Standort, Inbetriebnahmedatum, Modulleistung und Wechselrichterleistung).
Wichtig: Seit dem Solarpaket I (Mai 2024) entfällt die separate Anmeldung beim Netzbetreiber. Der Netzbetreiber wird automatisch über die MaStR-Registrierung informiert.
Zur Registrierung nutzen Sie bitte: marktstammdatenregister.de
Muss ich ein Gewerbe anmelden, wenn ich ein Balkonkraftwerk betreibe?
Nein. Für den Betrieb eines Balkonkraftwerks zum Eigenverbrauch ist keine Gewerbeanmeldung erforderlich.
Eine Gewerbeanmeldung wäre nur dann nötig, wenn Sie eine EEG-Einspeisevergütung in Anspruch nehmen und damit Gewinne erzielen, die über Ihre Stromentstehungskosten hinausgehen – was bei Balkonkraftwerken in der Praxis praktisch nie der Fall ist.
Muss mein Stromzähler getauscht werden?
Nicht sofort. Seit dem Solarpaket I dürfen Sie Ihr Balkonkraftwerk auch mit einem alten Ferraris-Zähler (Drehscheibenzähler) betreiben – selbst wenn dieser bei Einspeisung rückwärts läuft. Ihr Messstellenbetreiber wird den Zähler im Rahmen des regulären Rollouts gegen einen modernen Zweirichtungszähler oder Smart Meter austauschen. Bis dahin müssen Sie nicht warten und können die Anlage sofort nutzen. Der Zählertausch ist für Sie kostenfrei.
Was hat sich durch das Solarpaket I geändert?
Das Solarpaket I ist am 16. Mai 2024 in Kraft getreten und hat die Regeln für Balkonkraftwerke erheblich vereinfacht:
- 800 Watt Einspeiseleistung statt bisher 600 Watt.
- Modulleistung bis 2.000 Watt Peak erlaubt.
- Keine Anmeldung beim Netzbetreiber mehr nötig – nur noch Registrierung im Marktstammdatenregister mit wenigen Angaben.
- Ferraris-Zähler übergangsweise erlaubt – auch rückwärtslaufend. Der Messstellenbetreiber tauscht den Zähler im regulären Rollout.
- Schuko-Stecker reicht – die seit Dezember 2025 geltende VDE-Norm DIN VDE V 0126-95 bestätigt dies für Anlagen bis 960 Wp.
- Privilegierte Maßnahme für Mieter und Wohnungseigentümer (seit Oktober 2024 in BGB und WEG verankert).
Was ist die neue VDE-Norm DIN VDE V 0126-95?
Die am 1. Dezember 2025 in Kraft getretene Produktnorm DIN VDE V 0126-95 schafft erstmals einheitliche technische Regeln für Steckersolargeräte. Die wichtigsten Punkte:
- Schuko-Stecker offiziell normkonform für Anlagen bis 960 Watt Peak Modulleistung.
- Wieland-Stecker oder Energiesteckvorrichtung erforderlich für Anlagen mit 960 bis 2.000 Wp.
- Wechselrichterleistung maximal 800 Watt für die Einspeisung.
- Selbstinstallation durch Laien erlaubt.
- Neue Sicherheitsanforderungen an Wechselrichter (z. B. automatische Abschaltung, Schutz vor Rückstrom).
Die Norm richtet sich primär an Hersteller und Händler – als Verbraucher sind Sie auf der sicheren Seite, wenn Sie ein Produkt kaufen, das der DIN VDE V 0126-95 entspricht.
Welche Förderungen gibt es für Balkonkraftwerke?
Neben der bundesweit geltenden 0 % Mehrwertsteuer bieten viele Städte, Gemeinden und Bundesländer eigene Förderprogramme für Balkonkraftwerke an. Die Zuschüsse liegen häufig zwischen 50 und 200 Euro, teilweise auch deutlich höher. In Hamburg beispielsweise übernimmt die Umweltbehörde bei einkommensschwachen Haushalten bis zu 90 Prozent der Anschaffungskosten.
Da Förderprogramme regional sehr unterschiedlich sind und sich häufig ändern, sprechen Sie uns gerne an.
Wie groß darf ein Balkonkraftwerk sein ohne Genehmigung?
Seit dem Solarpaket I (Mai 2024) gelten folgende Grenzen für die vereinfachte Nutzung als Steckersolargerät:
- Wechselrichterleistung: maximal 800 Watt (Einspeiseleistung ins Hausnetz)
- Modulleistung: maximal 2.000 Watt Peak
Anlagen innerhalb dieser Grenzen sind genehmigungsfrei und können ohne Elektriker installiert werden. Wird eine dieser Grenzen überschritten, gelten die Anforderungen für reguläre PV-Anlagen (Fachinstallation, Netzbetreiber-Abstimmung etc.).
Zusätzlich differenziert die seit Dezember 2025 geltende VDE-Norm DIN VDE V 0126-95: Bei Anschluss über Schuko-Stecker beträgt die maximale Modulleistung 960 Watt Peak. Für Modulleistungen zwischen 960 und 2.000 Wp ist ein Wieland-Stecker oder eine andere geeignete Steckvorrichtung erforderlich.
Wie groß darf ein Solarmodul sein?
Für Photovoltaik-Dachanlagen gilt gemäß der allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassung des Deutschen Instituts für Bautechnik (DIBT), dass Solarmodule eine Fläche von maximal zwei Quadratmetern haben dürfen.
Die von uns vertriebenen Solarmodule halten diese Grenze ein.
Wieviel Leistung sollte mein Balkonkraftwerk haben?
Wir empfehlen ein Balkonkraftwerk mit 800 Watt Wechselrichterleistung und einer Modulleistung von mindestens 800 Watt Peak.
Die Anlage sollte mindestens Ihre Grundlast decken können – also den Dauerstromverbrauch durch Geräte wie Kühlschrank, Router, Heizungspumpe und Standby-Verbraucher. In einem durchschnittlichen Haushalt liegt die Grundlast bei 150 bis 400 Watt.
Da optimale Lichtverhältnisse nicht immer herrschen, ist eine höhere Modulleistung (z. B. 2 × 450 Wp = 900 Wp) empfehlenswert, um die 800 Watt Einspeiseleistung möglichst oft auszuschöpfen.
Wieviel Watt darf ein Balkonkraftwerk maximal haben?
Die maximale Einspeiseleistung eines Balkonkraftwerks wird durch den Wechselrichter bestimmt und beträgt in Deutschland 800 Watt.
Die Solarmodule dürfen eine höhere Leistung haben – bis zu 2.000 Watt Peak sind erlaubt. Der Wechselrichter regelt die Leistung automatisch auf maximal 800 Watt herunter. Eine höhere Modulleistung ist sinnvoll, da Module unter realen Bedingungen (bewölkter Himmel, nicht optimaler Winkel, hohe Temperaturen) oft nur 40 bis 60 Prozent ihrer Nennleistung erreichen. So erzielen Sie auch bei weniger Sonne eine gute Stromproduktion.
Zahlung und Versand
Kann ich mein Balkonkraftwerk auch selbst abholen?
Ja, wir bieten unseren Kundinnen und Kunden die kostenlose Abholung an unseren Standorten in Ganderkesee und Cuxhaven an.
Weitere Informationen finden Sie unter Versandarten.
Wie erfolgt der Versand?
Kleinere Artikel versenden wir mit DHL. Balkonkraftwerk-Komplettsets und Solarmodule liefern wir bei Bedarf mit unserem eigenen Lieferservice, um eine sichere und unbeschädigte Zustellung zu gewährleisten.
Weitere Informationen finden Sie unter Versandarten.
Wie lange sind die Lieferzeiten?
Ware, die wir per DHL versenden, verlässt in der Regel am nächsten Werktag unser Lager. Balkonkraftwerk-Komplettsets und Solarmodule, die wir mit unserem eigenen Lieferservice versenden, werden in der Regel innerhalb von sieben Tagen geliefert.
Weitere Informationen finden Sie unter Versandarten.
Wo kann ich meine Bestellung abholen?
Wir bieten folgende Abholstandorte an:
Donnerstags 15:00 bis 18:00 Uhr:
Lange Str. 8, 27777 Ganderkesee
Nach Absprache:
Heidhöhn 15, 27476 Cuxhaven
Alternativ liefern wir Ihre Bestellung bequem bis an die Haustür. Alle Informationen finden Sie unter Versandarten.
Montageservice
Wie lange dauert eine Balkonkraftwerk-Installation?
In der Regel installieren wir Ihr Balkonkraftwerk innerhalb eines Tages. Dauer und Aufwand hängen vom Montageort (Balkon, Fassade, Dach, Garten) und den baulichen Gegebenheiten ab.
Produkte
Wo finde ich Datenblätter, Betriebsanleitungen und Zertifikate zu meinem Produkt?
Alle Produktunterlagen – Datenblätter, Betriebsanleitungen, Einheitenzertifikate und Konformitätserklärungen – finden Sie in unserem Download-Bereich.